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Skills of cooperation

Author:
Hans von Sassen
Original title:
Fähigkeiten der Zusammenarbeit
Type:
Syllabus
Language:
German
Year:
1973
Pages:
7
Subject:
working together- skills of cooperation- technical skills- social skills- being prepared to cooperate- conceptual skills
NPI reference no.:
3204.735

INSTITUUT VOOR ORGANISATIE ONTWIKKELING
Valckenboschlaan & ‚Zeist - Telefon (03404) 2.00.44
3204..735
HS/SL
Zusammen arbeiten
—erZer arbeiten
Jede Organisation (Schule, Betrieb, Büro usw.) beruht notwendig
auf der Zusammenarbeit von Menschen. So lange die Organisation
so klein ist, dass jeder seine Arbeit in direkter Beziehung zu
den anderen Mitarbeitern und dem ganzen täglich erleben kann,
vollzieht sich Zusammenarbeit noch in selbstverständlicher Weise.
Je mehr die Organisation wächst und je unterschiedlicher die
Aufgaben der Mitarbeiter werden, desto mehr wird die Notwendig-
keit empfunden das Zusammenarbeiten bewusst zu gestalten.
Unter Zusammenarbeit verstehen wir, dass eine Anzahl Menschen
mit unterschiedlichen Tätigkeiten (Aufgaben) auf dasselbe Ziel
hinarbeiten. All diese Tätigkeiten und Arbeitsresultate müssen
sich so zusammenfügen, dass sie eine Ganzheit bieten, die das
beabsichtigte gemeinschaftliche Ergebnis hervorbringt,.
Mehr äusserlich gesehen geschieht dieses Zusammenfügen durch
"organisieren", d.h. "bestimmen" (abgrenzen) von Teilaufgaben
und Nabstimnen" (auf einander beziehen) der verschiedenen Tätig-
keiten im Rahmen eines Ganzen (Systems) in mehr oder weniger
formaler Weise.
Mehr innerlich geschieht das durch Zusammenarbeiten in engerem
Sinn, d.h. dasjenige, was die Mitarbeiter von sich aus tun
(müssen), um die notwendige Abstimmung unter wechselnden Im-
ständen herbeizuführen.
Organisieren und Zusammenarbeiten sind also die notwendige
Ergänzung der Arbeitsteilung und Spezialisierung, das inte-
grierende das zur Differenzierung gehört.
Fähigkeit zusammen zu arbeiten
Arbeiten im Rahmen einer Organisation verlangt von jedem Mit=-
arbeiter:
- die Bereitschaft zur Zusammenarbeit
- die Fahigkeit. zur Zusammenarbeit.
Was ist das eigentlich für eine Fähigkeit und wie weit ist sie
erlernbar?
Um die Art dieses Könnens besser zu verstehen, genügt es nicht
eine Definition zu geben, sondern wollen wir drei Gruppen von
Fähigkeiten unterscheiden und miteinander vergleichen,
Es liegt ein bedeutender Unterschied vor im Falle es sich han-
delt um:
- arbeiten mit Dingen
- arbeiten mit Menschen
- arbeiten mit Ideen
Die entsprechenden Fähigkeiten nennen wir:
- technische Fähigkeiten

- soziale Fähigkeiten
- konzeptüelle Fähigkeiten
Technische gkeiten
Wenn ich etwas im Bereich des Materiellen durch meine Arbeit
zustande bringen will (z.B. ein Werkstück anfertigen) hängt
das Resultat ab von meinem praktischen Wissen, Können und
Einsatz. Das Material, die Mittel und die physische Umgebung
können ja aus sich heraus nichts wollen und nichts tun; sie
warten um so zu sagen ab wie ichsie gebrauchen werde. Mein
Verhältnis als Tätiger zu den Dingen ist ein instrumentelles;
die Dinge werden Mittel um ein von Menschen vorgegebenes Ziel
zu verwirklichen.
Die Zweckmässigkeit der Arbeit und der Wert des Ergebnisses
hängen ab von einer Reihe von Fähigkeiten, die wir als "tech-
nische Fähigkeiten" bezeichnen wollen. Das Wort "technisch"
ist hier im weiteren Sinne gebraucht - auch ein Buchhalter,
sine Hausfrau oder ein Künstler bedürfen technischer Fähig-
keiten um ihre Arbeit machen zu können. Das beinhaltet erstens
das Verfügen über eine gewisse "technische Einsicht", d.h. ein
Verständnis bezüglich der Eigenschaften des Materials, der
Möglichkeiten von Werkzeugen, der Bedingungen von Naturgesetzen
usw., sodass ich weiss warum und wie ich dies oder jenes zu tun
oder zu lassen habe.
Allgemeine (theoretische) Kenntnisse diesbezüglich genügen aber
nicht. Die genannten Eigenschaften und Möglichkeiten müssen in
der praktischen Situation wahrgenommen, wiedererkannt und. beur-
teilt werden um im konkreten Fall richtig handeln zu können,
Des weiteren muss etwas entworfen und geplant werden, dazu ist
Vorstellungsvernögen. und Phantasie notwendig. Schliesslich muss
ich über gewisse praktische Fertigkeiten verfügen (Geschicklich-
keit u.dgl.) um die Arbeit richtig, eventuell in einem bestimm-
ten Tempo, ausführen zu können.
Soziale Fähigkeiten
Sowie jedoch eine Arbeit mit anderen zusammen gemacht werden
muss - so dass verschiedene, aber mit einander zusammenhängende
Tätigkeiten zu einem Resultat führen - bedarf es noch einer
weiteren Fähigkeit. Andere Menschen sind für mich keine passiven
Daten, sondern denken, meinen, werten, fühlen und wollen selber
etwas. Zusammenarbeit erfordert deshalb, dass gemeinsame Ziele
festgestellt werden, Informationen ausgetauscht, Meinungen und
Wünsche geklärt, ausgeglichen oder miteinander in Beziehung ge-
bracht werden u.dgl. Das geschieht durch das Gespräch, die
"Interaktion" von Menschen.
Ob es sich nun handelt um eine einfache Mitteilung oder un
eine in die Tiefe gehende Beratung miteinander; ob man an
einem Tisch sitzt, oder schriftlich kommuniziert - immer
ist man in so einem Tall miteinander im Gespräch. Das gilt

auch für den Kranführer und den Mann im Schiffsraum
(Zeichensprache).
Die Resultate einer zusammenarbeitenden Gruppe hängen nicht
nur ab von den technischen Fähigkeiten der einzelnen Mitglieder,
sondern auch davon ob die Gespräche zwischen ihnen fruchtbar
sind. Solche Gespräche finden fortwährend statt, sogar in einer
autoritär geleiteten Gruppe, wo dann allerdings die Kommunika-
tion ungenügend und einseitig ist und daher wenig ergiebig,
Eine befriedigende und fruchtbare Zusammenarbeit setzt also die
Fähigkeit der Teilnehmer (Mitarbeiter) voraus um miteinander in
ein wirkliches Gespräch zu kommen. Wir nennen das soziale Fähig-
keiten. An dieser sind wieder einige Aspekte zu unterscheiden,
Als erstes handelt es sich um das Verstehen von Phänomenen und
Gesetzmässigkeiten der menschlichen Interaktion, Gruppenbildung
usw. Damit befasst sich die soziale Psychologie von der wissen-
schaftlichen Seite her. Es genügt aber nicht sozial-psycholo-
gische Begriffe als äussere Kenntnisse aufzunehmen. Erst wenn
diese in eigner Erfahrung erlebt und vertieft sind, entsteht
"soziale Binsicht" wodurch soziale Situationen im allgemeinen
besser durchschaut werden und bewusstes Handeln auf diesem Ge-
biet möglich wird,
An zweiter Stelle muss man soziale Phänomene im konkreten Leben
wahrnehmen können. Es bedarf einer gewissen "Sensitivität" um
zu bemerken was in einem bestimmtgn Moment in der Gruppe vor
sich geht. Man kann z.B. wahrnehmen: ”
- Was ein anderer eigentlich meint, aus welcher Erfahrungs-
oder Erlebniswelt heraus es spricht. Dazu muss man durch die
Worte hindurchhören, statt sieh (sofort) über wörtliche Aus«
sagen ein Urteil zu bilden. Dann ist es möglich Missverständ-
nisse aufzuzeigen und zu bereinigen.
- Wie dasjenige was jemand tut oder sagt (auch ich selber!) von
anderen erlebt und bewertet wird. Kann man sich das zum Be-
wusstsein bringen und verstehen, dann kann man Meinungen er-
weitern oder korrigieren und seine Haltung ändern.
- Wie dasjenige was Menschen tun oder lassen im Gruppenprozess
weiter wirkt. Eine Bemerkung z.B. kann dem Gespräch eine ganz
andere Richtung gegeben haben, wie wenn das nicht stattge-
funden hätte. Diese Wirkung braucht nicht nur am Inhalt der
Bemerkung zu liegen, sondern auch wie oder wann es gesagt
wurde und wer es sagte. Nimmt man so etwas wahr, dann wird
eine Gesprächsführung möglich, die Über das Übliche formelle
Vorgehen hinausgeht und zu einer wesentlichen Vertiefung des
Gesprächs beitragen kann.
Dergleichen Dinge, die sich täglich ereignen, werden oft gar
nicht oder erst zu spät bemerkt. Wahrnehmung und Einsicht er-
geben zusammen eine "diagnostische Fähigkeit", d.h. das Ver-
stehen von konkreten Ereignissen im zwischenmenschlichen Ge-
schehen in einem (grösseren) Zusammenhang.
Aus dem Vorigen 'geht hervor, dass hier mit "soziale Fähig-
keiten" nicht so etwas gemeint ist wie ein "persönliches
Geschick um mit Menschen umzugehen', Das letztere ist eine

Er
erösstenteils unbewusste Fähigkeit, die jemand "hat!" oder
nicht hat. Um Zusammenarbeit zu verwirklichen, zu fördern
oder zu leiten, ist in unserer Zeit eine viel bewusstere
und umfassendere Fähigkeit notwendig, die über ein richti-
ges Verhalten anderen Personen gegenüber hinausgeht. Die
diagnostische Fähigkeit ist darin ein wesentlicher Bestand-
teil.
Auf Grund der Wahrnehmung und des Erkennens von dem was in der
Gruppe vor sich geht, wird der Teilnehmer irgendwie in den
Prozess eingreifen um der Gruppe weiterzuheifen.
Bingreifen ohne Erkennen ist natürlich einfacher. Wo man
über das bloss persönliche Meinen, Empfinden usw. hinaus
ist, zeigt sich zunächst das Bedürfnis nach Rezepten (ins-
besondere bei Vorgesetzten und Diskussionsleitern), die an-
geben sollen wie man sich in allen Fällen eines bestimmten
Typus richtig zu verhalten hat. Aber auch eine so selbst-
verständliche Regel, wie dass man in einen Gruppengespräch
eingreifen sollte, wenn mehrere Menschen zugleich reden,
ist nicht immer das Richtige. In bestimmten Augenblicken
kann gerade das Umgekehrte der Gruppe weiterhelfen. Yiele
Büchlein über Diskussionsleitung und dergleichen kommen
Übrigens dem Bedürfnis nach Rezepten entgegen.
Habe ich erkannt, was die Situation eigentlich erfordert, dann
ergibt sich die richtige Antwort, insbesondere wie ich vorgehen
soll, nicht einfach logisch aus dieser Erkenntnis. Es gehört
zum Beurteilen der Situation (entweder mehr gedanklich oder mehr
gefühlsmässig) dazu sich vorzustellen, wie ein bestimmter Bei-
trag (meinerseits) wirken wird, oder wie man das weitere Ge-
spräch gestalten sollte um das Ziel zu erreichen. Dazu gehört
eine gewisse Phantasie, ähnlich wie die des Pädagogen, der auch
situationell handeln muss und dadurch zugleich pädagogisch wirken
will.
Schliesslich kommt es darauf an, dass die unternommene Aktion in
der Gruppe tatsächlich die beabsichtigte und im Rahmen des ganzen
"gesunde" Auswirkung hat (dass sie z.B. nicht "falsch ankommt"),
Es handelt sich dabei um Takt, den richtigen Augenblick wählen,
sich klar ausdrücken können, den guten Ton firden u.dgl. Mehr
allgemein: das Beherrschen von '"Mechniken" des sozialen Handelns,
Technik heisst hier die Fähigkeit Handlungen so zu gestalten, dass
sie sich richtig und den Absichten entsprechend in die Wirklich-
keit einfügen.
Soziale Fähigkeiten umfassen also:
1. (soziale) Einsicht
2. (soziale) Wahrnehmung
3. (soziale) Phantasie
4. (soziale) Technik
Eine. derartige Unterscheidung ermöglicht es soziale Fähigkeit
erlernbar zu machen und gewisse Einseitigkeiten zu verstehen.
Wer sich nur beschäftigt mit "sozialer Einsicht" kann viel-
leicht einen guten Vortrag halten Über Zusammenarbeit und

5
Gespräch, macht es selber aber nicht besser, wie diejeni-
gen, die es sich im Leben angeeignet haben. Entwickelt er
im besonderen die Sensitivität, dann hat man den Auschauer-
Psychologen, der Phänomene sieht und Interaktionen deutet,
sich aber hütet selber in die Situation einzusteigen und
Verantwortung zu Übernehmen, weil er es ebenfalls nicht
besser machen würde. Wer "soziale Phantasie" bis zu einem
gewissen Grade hat, wird gute Einfälle haben, Wege vor-
schlagen oder probieren, die aber, z.B. durch ungeschick-
tes Vorgehen, nicht die gemeinte Auswirkung haben. Schliess-
lich neigt derjenige, der sich insbesondere auf "soziale
Technik" spezialisiert hat, dazu zu glauben, dass Gesprächs-
führung und Umgang mit Menschen nur eine Sache des Geschicks
und des Anwendens von Kunstgriffen ist.
Die genannten Aspekte in ihrer Gesamtheit machen erst die
soziale Fähigkeit aus.
Bereitschaft zusammen zu arbeiten
22222222) zusamen zu arbeiten
Zur sozialen Fähigkeit gehört aber noch dazu eine soziale Ein-
1 I < ae Zinn
stellung. Soll ein wirkliches und fruchtbares Gesprach über-
haupt zustande kommen, dann erfordert das von jedem Teilnehmer:
- Bereitschaft zur Kommunikation, d.h. Austausch von Informationen,
Offenheit und die Finstellung einander verstehen zu wollen.
- Bereitschaft zur Begegnung. Das setzt voraus, dass man die
Kollegen "als Mitspieler" akzeptiert (bejaht), auch wenn sie
andere Meinungen, eine andere Art die Dinge zu tun und andere
Bedürfnisse haben.
- Bereitschaft zur Interaktion, d.h. auf den anderen einzugehen,
gegenseitige Beeinflussung möglich zu machen, neue Gedanken
von anderen Mitarbeitern zu prüfen, eigene Meinungen zu Ändern,
irreale Forderungen oder persönliche Wünsche, die in der ge-
gebenen Situation unerfüllbar sind, aufzugeben. Das setzt das
Vertrauen voraus, dass diese Unterschiede zu überbrücken sind.
Wie soziale Einstellung und soziale Fähigkeiten einander bedingen
und ergänzen, wird klar, wenn man sich die möglichen Einseitig-
keiten auf diesem Gebiet vor Augen führt.
Soziale Einstellung ohne Fähigkeiten hat zur Folge, dass soziales
Handeln ausgelöst wird von einem nur gefühlsmässigen Beurteilen
und ändern wollen von menschlichen Problemen und Verhältnissen
oder dass es bleibt bei "moralischen Appellen'".
Manche Sozialarbeit oder Aktion z.B. zur Verbesserung des
Betriebsklimas ist auf Grund einer sozialen Binstellung
unternommen, aber in der Praxis totgelaufen. Der Stil war
dann entweder ein "väterlicher" (wohlwollend autokratisch)
oder ein "mütterlicher" (Personalfürsorge u.dgl.) oder ein
"kindlicher" (hilfloser guter Wille). In traditionellen
Organisationen kommen derartige Bestrebungen meistens von
"oben", oder werden von daher sanktioniert. So wie die
Menschen anfangen sich weniger abhängig zu fühlen, zeigen
sie - zur Enttäuschung der sich fortschrittlich fühlenden

6.
Führung - dass sie keinerlei Dankbarkeit empfinden.
Die Bewegung zur Verbesserung der menschlichen
Verhältnisse (human relations) ist oft missdeutet
worden in dieser Richtung. Die Entwicklung von
sozialer Einsicht und sozialen Fähigkeiten ist eine
Vorbedingung, wenn man menschliche Verhältnisse
verbessern will.
"Soziale Fähigkeiten können erst richtig wirksam werden,
wenn das Soziale ("zusammen") und das Arbeiten integriert
sind zur "Zusammenarbeit". Oft ist es noch so, dass mensch-
liche Fragen ganz ausserhalb der Arbeitsorganisation (oder
"Lernorganisation") behandelt werden. Dadurch kommt es,
dass das Sachliche und das Menschliche als ganz andere,
sogar einander ausschliessende Angelegenheiten angesehen
werden.
Soziale Fähigkeit ohne soziale Einstellung führt zum
Manipulieren von Menschen und Gruppen um dadurch etwas
für sich selbst oder die eigene Gruppe zu erreichen
(Geltung, Macht, Gruppeninteressen).
Das ist nicht immer so leicht zu durchschauen. Der Betreffende
verhält sich so als ob er sich als "tgleichwertiges'" Mitglied
einer Gruppe oder Organisation an der Lösung eines sachlichen
Problems beteiligt, während er versucht die Anderen in eine
Richtung zu bringen, die seinen unausgesprochenen Absichten
entspricht. Wo das bemerkt oder zumindest gespürt wird,
entstehen Misstrauen und Spannungen. Wo es nicht deutlich
durchschaut wird ergeben sich meist hinterher Gefühle des
Unbehagens, die auf die Dauer lähmend wirken auf die Initiative
und Mitarbeit einer Gruppe.
Manipulieren ist etwas anderes wie direktive Führung oder
hartes Unterhandeln. In dem Fall geht der Betreffende offen
vor und versucht seine Sache durchzusetzen. Der Manipulator
kaun sein Ziel nur erreichen (oder glaubt das wenigstens)
wenn er so unsichtbar wie möglich bleibt. Je mehr er über
soziale Fähigkeiten, insbesonders soziale Technik, verfügt,
desto besser ist er imstande, solche Absichten zu verschleiern,
Manipulieren ist eigentlich andere Menschen zu Objekten zu
machen, man behandelt sie "instrumentell", Wer so denkt,
sieht also soziale Fähigkeiten nur als eine besondere Art
der technischen Fähigkeiten - als die !"kunst Menschen zu
behandeln"!
Schliesslich nog Einiges über:
Konzeptueile Fähigkeiten
Jede Arbeit ist ausgerichtet auf das Erreichen bestimmter
Resultate. Das erfordert immer ein Vorausschauen, eine Idee
dessen, was zu erreichen ist und wie. Ziele stellen, Prinzipien
aufstellen, ‚eine Strategie wählen. Pläne machen oder Probleme
konstruktiv lösen sind geistige Tätigkeiten, die eine
konzeptuelle Fähigkeit voraussetzen. Dabei handelt es sich um
das Erkennen von Bedürfnissen, Möglichkeiten, Gelegenheiten,

7.
Entwicklungen die im Gange sind, und das konzipieren von
entsprechenden Ideen, womit etwas Neues:zu Stande gebracht
werden kann. Man muss eine Perspektive haben, einen Weg vor
sich sehen, Folgen von Massnahmen voraussehen, kurz "umgehen
mit Dingen die noch nicht da sind", Das'.gilt im Besonderen
für alle, die eine mehr führende Verantwortung haben. In dem
Masse jedoch bei allen Mitarbeitern Konzeptuelle Fähigkeiten
entwickelt sind, wird Mitdenken und "intelligent Handeln
im Sinne des Ganzen" einer breiten Schicht von Mitarbeitern
möglich. “
In einer grossen Organisation eilt im Allgemeinen, dass bei
den Ausführenden (Techniker, Angestellte, Spezialisten usw.)
die technischen Fähigkeiten Ausschlaggebend sind. Bei den
verantwortlich Führenden sind das die konzeptuellen Fähig=
keiten, während soziale Fähigkeiten bei allen entwickelt
sein sollten, was aber für die mittlere Führung im Besonderen
ein Notwendigkeit ist,
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